Verhütungsmethoden

01 verhWir bieten Ihnen die verschiedensten Möglichkeiten an empfängnisverhütenden Maßnahmen.

Wir beraten Sie gern bei der Auswahl.

Pille

Eigentlich kann man die verschiedenen Pillen gar nicht in einem Kapitel abhandeln, zu groß sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Präparaten. Die Kombinationspillen, die sowohl ein Östrogen als auch ein Gestagen enthalten, erreichen eigentlich alle eine sehr gute Sicherheit. Unterschiede gibt es hauptsächlich hinsichtlich des enthaltenen Gestagens; So gibt es Gestagene, denen eine eher antriebssteigernde Wirkung nachgesagt wird, diese wirken gleichzeitig nicht so stark entfettend auf die Haut und Haare wie die so genannten anti-androgenen Gestagene.

Die anti-androgenen Gestagene verbessern Hautbild und Haare, da sie die Konzentration der bei jeder Frau vorhandenen männlichen Hormone deutlicher senken. Wieder andere lassen sich gut im so genannten Langzyklus einsetzten, also bei der Einnahme der Pille über einen Zeitraum ohne Pause, da die Rate an Zwischenblutungen hiermit geringer ist. Und dann gibt es wiederum solche, die nicht zu einer erhöhten Wassereinlagerung führen und damit nicht das Gewicht wenig beeinflussen.

Minipille

Die Minipille enthält ausschließlich ein Gestagen und  kann daher auch Frauen gegeben werden, die aus gesundheitlichen Gründen kein Östrogen erhalten dürfen. Um eine ausreichende Sicherheit zu erreichen, muss sie sehr regelmäßig eingenommen werden, mit einer maximalen Verzögerung von 3 Stunden.
Lediglich eine Minipille (Cerazette) kann bis zu 12 Stunden nach dem vorgesehenen Termin eingenommen werden. Sie erreicht unter anderem dadurch auch die höchste Sicherheit unter den Minipillen.

Verhütungsring

Der Verhütungsring (Nuva-Ring) entspricht von der Wirkung her der normalen Pille. Die Hormone werden aber nicht geschluckt, sondern von dem Ring, der in die Scheide eingelegt wird, über 3-4 Wochen in die Scheidenschleimhaut abgegeben und so in das Blut der Anwenderin aufgenommen.
Der Vorteil ist, dass Verdauungsstörungen, wie Durchfall und Erbrechen, keinen Einfluss auf die Wirksamkeit haben. Einige Trägerinnen oder auch deren Partner empfinden den Ring allerdings als störend. Um die Sicherheit nicht zu beeinträchtigen, sollte er nicht länger als 3 Stunden entfernt werden. Der Vorteil des Rings ist eindeutig, dass die Patientin nur alle 3 bis 4 Wochen an den Wechsel denken muss.

Dreimonatsspritze

Die Dreimonatsspritze enthält ausschließlich ein Gestagen (abgewandeltes Gelbkörperhormon). Wie der Name schon sagt, wird sie alle 3 Monate gegeben. Sie ist sehr sicher, hat aber den Nachteil einer teilweise langen Nachwirkung. Frauen, die eventuell in den nächsten 12 Monaten schwanger werden möchten, sollten also eher eine andere Methode wählen. Ein weiterer Nachteil der Dreimonatsspritze ist ein vermutlich negativer Einfluss auf die Knochendichte. Daher sollte die Gabe bei jungen Frauen über den Zeitraum von zwei Jahren eher vermieden werden.

Verhütungsstäbchen

Das Verhütungsstäbchen (Implanon) wird mit einem kleinen Eingriff unter die Haut in den Oberarm eingesetzt und gibt dort kontinuierlich ein Gestagen ab. Es ist sehr sicher, der Nachteil ist, dass es ebenfalls wieder mit einem kleinen Eingriff entfernt werden muss. Alle drei Jahr muss es ausgewechselt werden.

Intrauterinspirale (Spirale)

Die Intrauterinspiralen werden in die Gebärmutter eingelegt und stören zum einen mechanisch die Einnistung einer Schwangerschaft, zum anderen geben sie lokale Wirkstoffe ab.
Das können entweder Kupferionen sein (bei der Kupferspirale) oder ein Gestagen (bei der Hormonspirale – Mirena). Hierdurch wird sowohl der Weg der Spermien durch die Gebärmutter gestört als auch der Transport einer eventuell dennoch befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verhindert.
Die Spiralen sind sehr sicher, sie Hormonspirale noch etwas sicherer als die Kupferspirale. Frauen mit einer Hormonspirale haben häufig nur geringe oder gar keine Periodenblutung mehr.

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