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Schwangerenbetreuung

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Gemeinsam mit erfahrenen Hebammen betreuen wir Sie in allen Fragen rundum die Schwangerschaft, Risikoschwangerschaft, Geburt und die Zeit danach.

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In der Schwangerschaft gibt es einige Untersuchungen, die teilweise zwar von den Fachgesellschaften empfohlen, aber nicht immer von den Krankenkassen bezahlt werden

Wir beraten Sie jederzeit gerne!

Abstrich auf Streptokokken (zwischen 34+0 und 37+0 Schwangerschaftswoche)

Eine Infektion mit beta-hämolysierenden Streptokokken (einer Bakterienart) ist für die Schwangere selbst ungefährlich. Bei der Geburt können die Keime allerdings auf das Kind übertreten und bei diesem zu schweren Infektionen führen. Wir empfehlen daher die Durchführung eines Abstriches auf Streptokokken im letzten Schwangerschaftsdrittel. Bei einem positiven Befund gibt man während der Geburt ein Antibiotikum, um eine Infektion des Kindes zu verhindern.

Zuckerbelastungstest (zwischen 24+0 und 28+0 Schwangerschaftswoche)

Etwa 5% aller Schwangeren erkranken an der Schwangerschafts- zuckerkrankheit (Gestationsdiabetes). Die Erkrankung kann sich u.a. durch eine erhöhte Gewichtszunahme oder ein übermäßiges Wachstum des Kindes bemerkbar machen. Deshalb ist es wichtig, die erhöhten Blutzuckerwerte bei Schwangeren frühzeitig zu entdecken. Daher empfehlen wir allen Schwangeren die Durchführung eines Zuckerbelastungstest (oraler Glukosetoleranztest).

Zytomegalievirus (CMV)

Zytomegalie ist eine der häufigsten Infektionen in der Schwangerschaft und hat mit einer Häufigkeit von 1% eine Spitzenposition der vorgeburtlich erworbenen Infektionen.
Die Übertragung des Virus erfolgt über Geschlechtsverkehr, Speichel, Urin und Muttermilch. Die Infektion verläuft in der Regel für die Schwangere ohne wesentliche Symptome. Beim Kind kann die Infektion zu körperlichen und geistigen Fehlentwicklungen führen.

Auch wenn nur wenige Kinder der Schwangeren mit einer Infektion tatsächlich erkranken, muss in diesen Fällen leider mit bleibenden Schäden gerechnet werden. Die Immunität der Schwangeren wird über den Nachweis von CMV-Antikörpern überprüft: nur etwa 50% der Betroffenen haben die Infektion bereits durchgemacht, sind also dagegen immun, und das Kind ist damit ebenfalls geschützt. Da eine Behandlung der Erkrankung durch Medikamente nicht möglich ist, können bei nachgewiesener Infektion lediglich in kurzen Abständen Ultraschallkontrollen des ungeborenen Kindes erfolgen. Die geringen Therapiemöglichkeiten sind der Grund, weshalb die Untersuchung bisher nicht in die Mutterschaftsrichtlinien aufgenommen wurde.

Parvovirus B19 (Ringelröteln)

Die Ringelröteln-Infektion, auch als „fünfte Kinderkrankheit“ bezeichnet, verläuft häufig ohne Symptome oder mit denen eines grippalen Infektes. Nur jede fünfte Patientin zeigt den charakteristischen Hautausschlag. Etwa 60-70 % aller Schwangeren sind gegen die Erkrankung immun. Da eine in der Schwangerschaft auftretende Ringelröteln-Infektion zu einer Schädigung des Kindes führen kann, empfehlen wir zu Beginn der Schwangerschaft die Durchführung eines Antikörpertests, insbesondere, wenn Schwangere Kontakt zu Kindern haben.

Windpocken

Die Infektion geht mit einem typischen juckenden Hautausschlag aus erhabenen Flecken, Bläschen und Pusteln und Krusten in verschiedenen Stadien einher. Vorausgehen können leichtes Fieber und Unwohlsein. Infektionen des Kindes in den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln sind selten (Entwicklungsstörungen bei weniger als 2% der Kinder).

Die Risiken einer Infektion am Schwangerschaftsende hängen vom Zeitpunkt der Erkrankung ab. Bis zu 5 tage vor der Entbindung ist mit keiner Gefährdung des Kindes zu rechnen, zwischen 4 Tagen vor und nach der Geburt kann die Erkrankung das Neugeborene betreffen.
Die einzige Therapiemöglichkeit ist die rechtzeitige Gabe von Antikörpern (Immunglobulinen) und somit eine so genannte passive Immunisierung. Eine Impfung gegen Windpocken sollte bei fehlender Immunität optimalerweise noch vor der Schwangerschaft erfolgen. Bei Schwangeren ohne Information über eine frühere Windpockenerkrankung empfiehlt sich daher die Bestimmung der Antikörper, da im fruchtbaren Alter etwa 5% aller Frauen noch keine Antikörper gebildet haben.

Ersttrimester-Screening

Eine weitere mögliche Untersuchung, die bisher nicht in den Mutterschaftsrichtlinien vorgeschrieben ist, ist die Messung der so genannten Nuchal transluency (NT, Synonyme: Nackentransparenz, „Nackenfalte“, Nackenödem) im Ultraschall.


Die Messung muss exakt zwischen der 11. und vor dem Abschluss der 14. Schwangerschaftswoche erfolgen, nur dann sind die Messungen verlässlich. Aus der Kombination von Alter der Schwangeren, Schwangerschaftsalter und dem Messwert kann ein individuelles Risiko für das Auftreten einer Trisomie 21, des so genannten „Down-Syndroms“ errechnet werden. Bei Bedarf werden sie durch Laboruntersuchungen (PAPP-A und free ß-HCG) ergänzt.
Vielen Schwangeren erleichtert diese Untersuchung eine im weiteren Verlauf zu treffende Entscheidung hinsichtlich einer Fruchtwasserpunktion.
„Bild“
„Beispiel einer Risikoberechnung aus Nackenfalte und Laborwert“

Babyfernsehen

Wie auch aus dem Mutterpass ersichtlich, sieht die gesetzliche Schwangerenvorsorge lediglich drei Ultraschalluntersuchungen nach den Mutterschaftsrichtlinien vor:

  • zwischen der 9. und 12. Woche
  • zwischen der 19. und 22.Woche
  • zwischen der 29. und 32.Woche

Natürlich bieten wir Ihnen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge auch die Möglichkeit bei jedem Arztbesuch weitere Ultraschalluntersuchungen durchzuführen, um „mit Sichtkontakt - die Entwicklung ihres Kindes mitverfolgen zu können“.
Bitte beachten Sie jedoch, dass es sich hierbei um zusätzliche Untersuchungen handelt, welche als Wunschleistungen im Rahmen der individuellen Gesundheitsleistungen gelten und somit nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Das bedeutet, dass diese Zusatzleistungen privat bezahlt werden müssen. Sie können dann natürlich jeweils ein Ultraschallbild Ihres Kindes mit nach Hause nehmen.

Toxoplasmose

Die Toxoplasmose-Infektion wird durch ungewaschenen Salat oder auch Katzenkot sowie rohes Fleisch übertragen. Sie äußert sich durch unspezifische Symptome, die einem grippalen Infekt ähneln, häufig in Verbindung mit Lymphknotenschwellungen.

Etwa die Hälfte der Deutschen hat bereits eine Toxoplasmose-Infektion durchgemacht und ist deshalb gegen diese Krankheit geschützt.
Die Toxoplasmose kann in der Schwangerschaft das Kind schädigen, sofern die Infektion nicht erkannt und behandelt wird. Wir empfehlen daher jeder Schwangeren die Durchführung eines Tests auf Toxoplasmose-Antikörper, um den Immunstatus beurteilen zu können.